Der Pädagoge von damals prägt die Schule von morgen

"An der Kerschensteiner Gemeinschaftsschule kann ich meinen Unterricht öffnen und meine Schüler individuell fördern." L. Armbrust

Georg Kerschensteiner (Georg Michael Kerschensteiner; * 29. Juli 1854 in München; † 15. Januar 1932 in München) war ein deutscher Pädagoge und Begründer der Arbeitsschule. Vor allem zur Entwicklung der deutschen Volksschule und Berufsschule steuerte er grundlegende Ideen bei.
Wesentlich ist für Kerschensteiner – wie bei Pestalozzi und John Dewey – den Kindern mehr Wollen und Können statt Wissensfülle zu lehren sowie Anschauung und Selbsttätigkeit zu fördern statt passiver Belehrung in Kindheit und Pubertät. „Das Wesen des Menschen um diese Zeit ist Arbeiten, Schaffen, Wirken, Probieren, Erfahren, Erleben, um ohne Unterlass im Medium der Wirklichkeit zu lernen.“ (In: Die Schule der Zukunft eine Arbeitsschule. S. 27f.) Spontaneität und manuelles Tun gehören zur pädagogischen Arbeit. Kerschensteiner richtete neben der Einführung von kindgemäßem Physik- und Chemieunterricht Holz- und Metallwerkstätten, Schulküchen und Schulgärten ein. Nach seiner Aussage müsse pädagogische Arbeit manuell, praktisch und geistig zugleich geprägt sein.
Als Befürworter der Eigenbewertung schulischer Leistungen regt er an, dass jeder Schüler für sich selbst ein Urteil finden müsse. Seine Zielvorstellung lag in Bildung, die er zugleich als Charakterbildung und Erziehung zum Staatsbürger verstand, diese kann nach seiner Auffassung auch durch Berufserziehung verwirklicht werden.

Quelle:
Seite „Georg Kerschensteiner“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 05. Juli 2013, 18:18 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Georg_Kerschensteiner&oldid=120256423 (Abgerufen: 14. Juli 2013, 11:50 UTC)

Mit seinen Vorstellungen davon, wie und was Kinder und junge Menschen lernen können, prägte Georg Kerschensteiner die Pädagogik bedeutsam. Seine Überlegungen haben über die Jahre nichts an Aktualität eingebüßt, im Gegenteil: Sie stehen heute mehr im Mittelpunkt der Schulpädagogik denn je.
Unsere Schule hat sich den Werten Kerschensteiners verschrieben und seine Ansätze zu den Grundsätzen der Schulgemeinschaft und des Umgangs miteinander erklärt.
Wie wir seine Ideen umgesetzt haben, sehen Sie in folgenden Ausschnitten:

Mehr Wollen und Können statt Wissensfülle: individuelle Förderung

Anschauung und Selbsttätigkeit zu fördern: Lernband

Spontaneität und manuelles Tun: Neigungsgruppen

Holz- und Metallwerkstätten, Schulküchen und Schulgärten: Schulgebäude, Mensa, Schulgelände